szmmctag

  • 666 feet under

    Heute Morgen musste ich um sechs Uhr aufstehen, um rechtzeitig um halbneun bei meinen Eltern zu sein, denn um zehn war die Beerdigung meiner Tante. Meine Mutter kann mehr als fünf Meter nur noch im Rollstuhl zurücklegen, mein Vater nur noch mit Rolator - oder, als Rolatorersatz, den Rollstuhl vor sich her schieben. Also packte ich Papa in seine Winterjacke, Mamas Rollstuhl und Gehhilfen in den Kofferraum, und dann fuhren wir durch den Schnee, der da oben lag, über den Welzheimer Wald, durchs Remstal, über den Schurwald nach Esslingen.

    Meine Tante war Anfang der Woche kurz nach ihrem 90. Geburtstag verstorben. Sie hatte - ohne direkte Nachkommen - die letzten Jahre im Altersheim vor sich hingedämmert, war aber auch vorher nie ein besonders soziales Wesen gewesen. Ich erinnere mich schemenhaft an ein oder zwei Besuche bei ihr in meiner frühen Kindheit. Sie konnte mit Kindern wenig anfangen (was ich gut verstehen kann), und dann schlossen ihr Mann und sie sich einer reichlich dubiosen freikirchlichen Bewegung an, und wurden immer eigenbrötlerischer. Ihr Mann war schon vor über 20 Jahren gestorben, und von da an wurde sie noch wunderlicher. Kurzum, sie war kein Mensch, den man gern besucht hätte. Ich habe sie daher zuletzt vor mehr als fünf Jahren zuletzt gesehen.

    Zur Trauerfeier erschienen folglich auch nur acht Personen, plus ein Prediger ihrer Freikirche. Das Wetter auf dem Friedhof in Esslingen war sonnig, aber nur knapp über dem Gefrierpunkt. In seiner Trauerpredigt betete der Laienpastor so ziemlich jeden Bibelvers, der sich mit Tod und Auferstehung befasst, herunter. Weniger wäre bestimmt mehr gewesen. Kurz bevor ich anfing, demonstrativ mit den Augen zu rollen, kam er zum Schluss, man sang noch "So nimm denn meine Hände", und zog, schob, rollte oder schlidderte zur Sargversenkung zum offenen Grab.

    Anschließend gab es, der alten Tradition folgend, noch Kaffee, Hefezopf und Brezeln im Seniorenstift neben dem Friedhof. Wie das Schicksal so wollte, kam ich neben dem Pastor zu sitzen, der prompt, nach wenigen allgemeinen Höflichkeiten einen erfolglosen Missionierungsversuch startete. Zum Glück akzeptierte er meine Bitte, das zu lassen.

    Ich sollte mir allerdings ein Pentagramm-Amulett besorgen, das ich mir für solche Gelegenheiten um den Hals hängen kann, um mich als Satanist auszugeben, und im Gegenzug zu versuchen, solche Leute für den Herrn der Finsternis zu gewinnen ...

  • Der Bart des Tages - diesmal aufblasbar!

    Bart

  • etc. pp.

    Da bekam ich nun also Besuch aus Birmingham. Zum Glück fehlte ihm allerdings, wie so vielen Bottoms, ein Fläschen des Zeugs, das in Deutschland wenn überhaupt, dann nur als "Lederreiniger" ("Videokopfreiniger" nimmt einem heute ja niemand mehr ab ...) verkauft wird. In den Niederlanden und UK kriegt man das Zeug dagegen inzwischen schon am Kiosk und im Supermarkt. Da es jedoch leicht entzündlich ist, kann man es eben leider nicht im Flugzeug mitnehmen.

    Mein Besuch hatte schon auf dem Weg vom Bahnhof zu mir in zwei einschlägigen Shops - einer homo, einer hetero - versucht, was zu kaufen, ohne Erfolg: "Haben wir nicht! Müssen Sie im Ausland kaufen oder bestellen!". Da ich selbst diese Art von room odorizer nicht brauche, hatte ich auch keine Ahnung, dass er so schwierig zu bekommen ist.

    Und so zogen wir nach einer kurzen Anfrage bei Frau Google in dieser milden Januarnacht durch Mannheim, auf der Suche nach Ihrwisstschonwas. Wir versuchten es zunächst in den I-Quadraten, und ich war sehr überrascht und erfreut, dort einen sehr guten Bekannten vorzufinden, den ich auch ohne um den heißen C5H11NO2-Brei herumreden zu müssen fragen konnte: "Habt ihr das?" Die Antwort war so unerfreulich ("Nein!") wie hilfreich ("Aber drüben ('iwwer di Brigg') kriegt ihr das!").

    Hätten draußen -10°C statt +10°C geherrscht, dann hätten wir uns das sicher gut überlegt, aber so machten wir einen stark erweiterten Abendspaziergang in die Neckarstadt, wo wir artig nach Lederreiniger fragten...

    Wieder um einen mentalen "Mannheim: Wer liefert was?"-Eintrag reicher, schlenderten wir vergnügt zurück nach Hause.

  • Otteralarm!

    Danke an den netten Herrn aus B.!

  • Veranstaltungshinweis: 20. Schwule Filmtage Mannheim - 5. - 11. Februar 2015

    Es ist schon wieder so weit ...

    The Way He Looks (Hoje Eu Quero Voltar Sozinho)
    BRA 2014. R: Daniel Ribeiro. D: Ghilherme Lobo, Tess Amorim. 96 Min. OmU.

    Der Kreis
    CHE 2014. R. Stefan Haupt. D: M. Hungerbühler, Sven Schelker. 102 Min. OmU

    Lilting
    GBR 2014. R: Hong Khaou. D: Ben Whishaw, Pei-Pei Cheng. 91 Min. OmU

    Der Samurai
    DEU 2014. R: Till Kleinert. D: mit Michel Diercks, Pit Bukowski. 80 Min.

    Four Moons (Cuatro lunas)
    MEX 2014. R: Sergio Tovar Velarde. D: A. Velázquez. 110 Min. OmU

    Something Must Break (Nånting måste gå sönder)
    SWE 2014. R: Ester Martin Bergsmark. D: Saga Becker. 90 Min. OmU

    Sturmland
    HUN/DEU 2014. R: Ádám Császi. D: András Sütö, Ádám Varga. 105 Min. OmU

    Mehr auf http://www.cinema-quadrat.de/filmreihen-specials/20-schwule-filmtage/

    P.S. Leider ist dieses Jahr kein Film dabei, der mich wirklich anspricht!

  • Und nun noch Bilder vom Tagesausflug nach Macao

    Leider war es sehr regnerisch! Wobei bunte Regenschirme ja durchaus ihren Reiz haben können ...

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    P.S. "Macau" ist die portugiesische Schreibweise, "Macao" die englische.

  • Eindrücke aus Hongkong

    Im folgenden einige Bilder aus Hongkong - zeitlich und thematisch ungeordnet, einfach, um einen Eindruck zu vermitteln. So steht Natur neben Großstadt, Buddhistentempel neben Konsumtempel, Regenwetter neben Sonnenschein, Handyschnappschuss neben geplanter Aufnahme, Panorama neben Detail ....

    Draufklicken, um größere Version zu sehen!

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  • Home, sweet home!

    So ein zwölfstündiger Nachtflug in der Economy Class ist kein Zuckerschlecken, aber irgendwie kriegt man auch das rum. So standen wir gestern früh kurz nach sechs außerhalb vom Terminal 1 und warteten auf den Airparks-Shuttle, der uns zu meinem Auto brachte. Um 8 waren wir zu Hause, wo wir alles von uns warfen, unter die Dusche sprangen, und uns dann ein Stündchen hinlegten. Dann gab's Frühstück.

    Den restlichen Tag verbrachten wir mit auspacken und Wäsche waschen, einkaufen und dem missglückten Versuch, aus Fenchelknolle und Zucchini eine schmackhafte Suppe zu kochen.

    Mein Gatte kroch um sechs abends ins Bett, ich hielt bis neun durch.

    Die Böller nachts ignorierten wir, und schliefen ins Neue Jahr hinein.

  • 30.12. Hongkong

    Heute Abend fliegen wir zurück. Bis dahin vertreiben wir uns noch die Zeit bei herrlichem Sonnenschein am Wasser, in der Nähe des Kongresszentrums.

  • 28.12. Hongkong

    Morgens einen Bummel durch das Antiquitätenviertel Sheung Wang. Danach zum Mittagessen zum Times Square. Heute aber ohne "shopping".

    Um vier waren wir zurück im Hotel und hielten Siesta. Kurz nach 6 zogen wir los - diesmal nach Mongkok. Früher ein eher bodenständiges Stadtviertel - jetzt steht da ein Einkaufszentrum der Superlative! Ein Muss für Hongkong-Besucher!

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